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  • Wanja Wedekind

Ein Stück Venedig in Berlin


Wie umfangreiche Untersuchungen ergeben haben, handelt es sich bei den historischen Terrazzo-Fußböden im Alten Berliner Stadthaus um eine Materialvariante nach dem Vorbild der venezianischen Paläste. Das Stadthaus ist im Jahr 1910 eröffnet worden. Architekt war Ludwig Hoffmann, der als Stadtbaurat zahlreiche öffentliche Bauten der Stadt entworfen hat.

Die roten Terrazzo-Böden sind aus einem traditionellen Kalkmörtel gearbeitet. Der Zuschlag des Mörtels besteht aus mehrfarbigen Ziegelsplitt. Auf den noch weichen Mörtel wurden kleine Kalkstücke gestreute, die Oberfläche verdichtet, geschliffen und poliert. Identische Zusammenstellungen der Mörtel findet man auch in den Palästen der italienischen Lagunenstadt Venedig. Dem venezianischen Kalkterrazzo wird eine große Elastizität und Haltbarkeit nachgesagt und eignete sich auch deshalb besonders für große Säle und weitläufige Flure.


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