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Befunduntersuchung & Gutachten
Untersuchung historischer Mörtel
Ultraschall-Analytik
Ultraschall-Untersuchung zur Überprüfung des Festigungserfolges

Die konservierungswissenschaftliche Befunduntersuchung und Bauforschung leistet einen Überblick zur chronologische Abfolge von Materialien, Dekorationssystemen, Baukörpern und Bauphasen. Darüber hinaus beschreibt und identifiziert sie die historischen Materialien und Kunsttechniken und leistet eine intensive Quellen und Archivrecherche.

Das Verständnis für die Hauptschadensursachen und Verwitterungsprozesse am Bauwerk ist die Grundvoraussetzung für die Entwicklung der geeigneten Materialien und Methoden für seine Restaurierung. Hierzu erarbeiten wir Fachgutachten jeder Art.

 

Ziel

Die Befunduntersuchung führt zur Identifikation von Materialien, Zeit- und Materialschichten und beschreibt die kunsthandwerklichen Techniken und Dekorationssysteme. Die Bauforschung klärt die unterschiedlichen Bauphasen.

 

Methode

Untersuchungsmittel in situ sind u.a. Stratigraphien zu Farbschichtenabfolgen oder Sondagen zur Ermittlung von Materialwechseln. Chemische Reaktionstests, endoskopische Beobachtungen und die Digitalmikroskopie runden die Untersuchungen am Objekt ab. Durch Laboruntersuchungen geben Anschliffe und Dünnschliffe unterschiedlichster Materialproben, Pigment- und Bindemittelanalysen sowie Gesteins- und Mörteluntersuchungen an Dünn- und Anschliffen Aufschluss zu den verwendeten Materialien.

Referenzen 

Angkor (Kambodscha), Torre de Quintela (Portugal), Franziskanerkloster Zeitz (Deutschland), ​Lueder Mausoleum Northeim (Deutschland), Barockkirche Santa Monica Guadalajara (Mexiko), Palacio de Gueverno Guadalajara (Mexiko), Felsfassaden in Petra (Jordanien), Felsfassaden in Lykien (Türkei), "Platzartikulation mit Platzmal und Brunnenanlage von Otto Herbert Hajek (1975/76) Bonn (Deutschland)

Veröffentlichungen

W. Wedekind (2014) Schwierige Ruinen - Zur Erhaltung der Ruinen und Felsmonumente an der Unstrut. In.: Siegesmund, S., Hoppert, M., Epperlein, K. Natur - Stein - Kultur - Wein - zwischen Saale und Untrut. Mitteldeutscher Verlag: 293 - 320.

W. Wedekind, Y. Rieffel (2014) Desalination of the painted vault ribs of the Franciscan monastery church of Zeitz. In: De Clercq, H. (ed.) SWBSS 2014 Third International Conference on Salt Weathering of Buildings and Stone Sculptures Brussels, 14-16 October 2014, Royal Institute for Cultural Heritage (KIK/IRPA): 469-480.

W. Wedekind, J. Rüdrich (2014) Salt conversion, backfilling, and back anchoring: the securing of the paindet ceiling of the Red Hall in the Neues Museum, Berlin. In: De Clercq, H. (ed.) SWBSS 2014 Third International Conference on Salt Weathering of Buildings and Stone Sculptures Brussels, 14-16October 2014, Royal Institute for Cultural Heritage (KIK/IRPA): 497-516.

 

K. Jauregui Arreola, W. Wedekind & S. Siegesmund (2012) Weathering, Conservation and Restoration of the Santa Mónica Church in Guadalajara, Mexico. Beitrag für Proceedings of the 12th International Congress on Deterioration and Conservation of Stone, Columbia University, 22-26 Oktober 2012, New York, USA.

 

W. Wedekind (2010) Scagliola - auf den Spuren zu möglichen Ursprüngen und Verbreitungen einer europäischen Kunsttechnik. In: Pursche, J. (Hrsg.) „Stuck des 17. und 18. Jahrhunderts Geschichte – Geschichte - Technik – Erhaltung“. Internationale Fachtagung des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen Würzburg, 4.-6.11.2008, München 2010: 213-221.

 

W. Wedekind, A. Baumeister, L. Schellhase (2009) Die Salzreduzierung im Norkuppelsaal. In: Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung & Landesdenkmalamt Berlin (Hrsg.). Das Neues Museum Berlin - Konservieren, Restaurieren, Weiterbauen im Welterbe. Leipzig: 211 - 213.

W. Wedekind (2003) Göttingen – Altes Rathaus - Zur Restaurierungsgeschichte im 19. Und 20.Jahrhundert. In U. Schädler Saub und A. Weyer (Hrsg.), Mittelalterliche Rathäuser in Niedersachsen und Bremen. Petersberg: 118 – 120.

Mit der Ultraschallanalytik lassen sich der strukturelle Zustand von Gesteinen untersuchen und der Erfolg von Konservierungsmaßnahmen eruieren.

Ziel

Insbesondere für Marmor lassen sich aufgrund des großen Spektrums von Geschwindigkeiten zwischen ca. 6,5 km/s (frischer Zustand) und ca. 1,5 km/s (weitgehend zerstörter Zustand) Klassen des Erhaltungszustandes abgrenzen. 

 

Methode

Ultraschall breitet sich als mikromechanische Schwingung als Welle in festen und flüssigen Materialen aus. Bei Untersuchungen zum Gesteinsgefüge kommt die Transmissionmessung zum Einsatz. Transmission ist die Ultraschallgeschwindigkeit, die sich aus der Zeit, die der Schall zur Durchquerung einer definierten Messstrecke benötigt, errechnet. Hierzu wird ein Schallgeber und ein Empfänger gegenüberliegend mit einem geeigneten Kopplungsmittel an den Stein gedrückt und die Wegstrecke des Schalls zwischen beiden Punkten gemessen. Gemessen wird die Strecke in Kilometern pro Sekunde (km/s). Je länger die Zeit ist die der Schall pro Sekunde zurück legt desto mehr Kontakte bestehen und um so stabiler ist das Gestein. 

Referenzen

Jade Buddha of Universal Peace (Australien), Marmorskulpturen am Schloß Tegel (Berlin), Friedenssäule (Berlin), Marmor-Standbilder Bülow und Scharnhorst (Berlin), Helmholtz-Denkmal (Berlin), Grabstelen auf dem Bartholomäusfriedhof (Göttingen)

Veröffentlichungen