Das waren die STEINTAGE 2026
- Wanja Wedekind
- 17. Feb.
- 1 Min. Lesezeit

In gewohnt offener und kollegialer Atmosphäre und mit einem freudvollem Wiedersehen für viele Tagungsgäste fanden vom 12 bis 14. Februar an der FH Potsdam die nunmehr dritten Steintage statt. Über 100 Fachleute der Steinkonservierung kamen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen in der Steinkonservierung zu informieren und auszutauschen. 10 thematisch breit gefächerte Beiträge zogen die Zuhörerinnen und Zuhörer in ihren Bann und sorgten für intensive Diskussionen und intensiven Austausch. Bereits am Tag zuvor hatten sich rund 50 Teilnehmende an Exkursionen durch das neue Zentrale Skulpturendepot (ZES) und zum Obeliskenportal und Neptungrotte im Schlosspark Sanssouci beteiligt. Doch die Veranstaltung setzte auch berufspolitische Akzente nicht nur für die Steinkonservierung. Denn wie es, die Sprecherin der gleichnamigen VDR-Fachgruppe Beate Skasa-Lindermaier betonte, dürfe restauratorische Kompetenz nicht als Luxus, sondern als notwendige Voraussetzung für den Erhalt unseres kulturellen Erbes verstanden werden. Und das tuen Restaurator*innen „vor dem Hintergrund einer politischen Lage, die weltweit von Krisen, Konflikten und Verunsicherung geprägt ist. Kriege, Vertreibung, ökologische Krisen und gesellschaftliche Spaltungen bestimmen täglich die Nachrichten. Kultur und Kulturerbe werde in vielen Regionen bewusst angegriffen oder instrumentalisiert. Nach Skasa-Lindemayer mag die Arbeit im Alltag manchmal kleinteilig und technisch wirken – im größeren Zusammenhang sei sie jedoch Teil einer Haltung: dem Versuch, Erbe zu bewahren, Verständigung zu ermöglichen und Verantwortung für das, was vor uns war und nach uns kommen wird, zu übernehmen.
In diese Kerbe schlug auch die Präsidentin der FH-Potsdam Prof. Dr. Eva Schmitt-Rodermund, die in ihrem Grußwort auch die Bedeutung von sichtbaren Fachveranstaltungen für den Fortbestand kleinerer, spezialisierter Studiengänge hervorhob, die in Zeiten eines zunehmenden wirtschaftlichen Effizienzdiktats stetig bedroht sind.
Die nächsten Steintage finden im Frühjahr 2027 an der TH Köln statt.



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